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Ärzte in Soest - Dr. Samusch und Dr. Schmidt
HausarztpraxisFachärzte für Allgemeinmedizin
Dr. med. Tobias Samusch
Dr. med. Michaela Schmidt

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FAQ zur Corona Impfung

Wann wird in der Allgemeinarztpraxis geimpft?

Aufgrund der begrenzten Anzahl von Impfstoffen und der damit einhergehenden Impfpriotät wird momentan noch ausschließlich auf das Impfen in den Impfzentren gesetzt, bzw. die daran angegliederten mobilen Teams. Zunehmend sollen Hausarztpraxen eingebunden werden. Vermutlich ab Mitte April soll dann auch in Arztpraxen geimpft werden, wobei die Impfzentren weiter bestehen bleiben.

 

Warum sollte sich jeder gegen COVID-19 impfen lassen?

Wenn sie sich gegen COVID-19 impfen lassen schützen sie sich selbst, tragen aber auch zur Eindämmung der Pandemie bei.
Die Erkrankung COVID-19 kann durch die Infektion mit SARS-CoV-2 auftreten. Der Krankheitsverlauf unterscheidet sich stark. Die Schwere kann dabei variieren zwischen leichten Infektionen bis hin zu Multiorganversagen und gar zum Tod. Einige COVID-19-PatientInnen beklagen auch noch nach Wochen oder Monate nach Krankheitsbeginn über schweren Allgemeinsymptomen. Aus England stammende Daten legen die Vermutung nahe, dass längerfristige Unterstützung von etwa 40% der im Krankenhaus Behandelten COVID-19-PatientInnen benötigt wird und bei etwa 10% nicht im Krankenhaus behandelten, die eher milden Symptome länger als 4 Wochen andauern können.

Auch durch Menschen, die keine Symptome zeigen, kann das Virus übertragen werden, so dass sich SARS-CoV-2 schnell ausbreiten konnte. 85 Millionen Covid-19 Fälle und 1,8 Millionen Todesfälle wurden bis Anfang Januar weltweit berichtet. In Deutschland sind allein über 2,5 Millionen Menschen an COVID-19 erkrankt und über 72 Tausend an der Krankheit gestorben. Je mehr geimpft wird, desto mehr kann das Infektionsrisiko minimiert werden und damit auch die Erkrankungs- und Todesfälle gesenkt werden.

Die bisher zugelassenen und eingesetzten Impfstoffe, BioNTech, Moderna und AstraZeneca, sind in ihrer klinischen Erprobung als äußerst wirksam eingestuft worden. Die Studiendaten zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, bei den COVID-19-geimpften TeilnehmerInnen um 95% (BioNTech, Moderna) bzw. 70% (AstraZeneca) geringer war als bei den Placebo-/Kontrollimpfstoff-geimpften TeilnehmerInnen. Eine gegen COVID-19 geimpfte Person wird also mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit nicht erkranken, wenn sie in Kontakt mit SARS-CoV-2 kommt, als eine nicht geimpfte Person.
Durch die Impfung gegen das Corona-Virus kann die Pandemie entscheidend eingedämmt werden, so dass Kontaktbeschränkungen auf Dauer gelockert werden können. Wenn also eine Immunität von einem Großteil der Bevölkerung ausgebildet wurde, kann auch eine Herdenimmunität entstehen, so dass schwere COVID-19 Erkrankungen verringert werden können.

 

Wie gut schützt der Impfstoff vor einer COVID-19-Erkrankung?

In der Regel sind Impfungen eine zuverlässige Möglichkeit zur Verhinderung von Infektionskrankheiten. Aber auch Impfungen können nicht zu 100% schützen. Je nach Impfung und individueller Immunantwort ist die Wirksamkeit unterschiedlich. Die Faktoren für unterschiedliche Reaktionen sind beispielsweise das Alter, das Geschlecht oder bestehende Grunderkrankungen. Die größte Wirksamkeit von Impfungen wird außerdem durch die Verabreichung der einzelnen Impfungen entsprechend dem empfohlenen Impfschema erreicht, und die volle Wirksamkeit der Impfung ist erst nach Abschluss der Grundimmunisierung erreicht.

Noch nicht klar ist, über welchen Zeitraum eine geimpfte Person vor einer COVID-19 Erkrankung geschützt ist, also wie lange der Impfschutz besteht. Auch wird noch überprüft, in welchem Maße die Transmission (Erregerübertragung) durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird. Es ist also auch nach einer Impfung noch möglich an COVID-19 zu erkranken, doch ist dies deutlich unwahrscheinlicher und die Impfung bietet einen guten individuellen Schutz vor der Erkrankung.
Wenn die Infektion kurz vor der Impfung stattgefunden hat, also in der Inkubationszeit geimpft wurde, oder wenn der Impfschutz noch nicht ganz ausgebildet wurde, eine Infektion also in den ersten Tagen nach der Impfung stattgefunden hat, kann es trotz der Impfung zu einer Erkrankung kommen. In der Regel tritt die Wirkung der Impfung 10-14 Tage nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis ein.

Trotz der Impfung gegen SARS-CoV-2 kann es natürlich weiterhin zu anderen Atemweginfekten durch andere Erreger kommen. Dies ist dann kein Impfversagen. Auch kann die Impfung selbst als leichte Nebenwirkungen fieberhafte Reaktionen auslösen.

Warum sollten COVID-19-geimpfte Personen die Infektionsschutzmaßnahmen weiterhin beachten?

Trotz dessen, dass die Impfstoffe gegen COVID-19 einen guten individuellen Schutz vor einer Erkrankung bieten, sollten auch geimpfte Menschen weiterhin Maske tragen und sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. Auch die Quarantänepflicht bei Kontakt mit Erkrankten oder Reiserückkehrern aus einem Risikogebiet sollte beachtet werden. Auch wenn das Risiko selbst zu erkranken deutlich verringert ist, könnte es dennoch möglich sein das Coronavirus weiterhin zu übertragen.

Da noch nicht abschließend geklärt ist, in welchem Maße auch Geimpfte nach Kontakt mit dem Erreger diesen vorübergehend noch in sich tragen und andere Personen anstecken können, könnte eine geimpfte Person das Virus also vorübergehend in sich tragen, ohne selbst daran zu erkranken. Außerdem geht man davon aus, dass die Impfung einen Effekt auf den Gemeinschaftsschutz hat. Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger zirkuliert das Virus in der Bevölkerung (Herdenimmunität). Personen, die sich selbst nicht impfen lassen können, könnten so auch mitgeschützt werden. Die Maßnahmen sollten also weiter eingehalten werden, um die Pandemie zurückzudrängen und alle Menschen bestmöglich vor Ansteckung zu schützen.

 

Ist ein neuer COVID-19-Impfstoff sicher?

Damit ein Impfstoff auf den Markt gebracht werden kann, muss er verschiedene Überprüfungen überstehen (präklinische und klinische Phase, Zulassungsprüfung, Auflagen der Zulassungsbehörden und Marktzulassung, Nachzulassungsbeobachtung). Aber auch wenn der Impfstoff diesen Überprüfungen standhält und eine Marktzulassung erhält, wird er noch weiter einer ständigen Kontrolle (Surveillance) unterzogen, die die Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen erfasst. Diese Kontrolle erfolgt in Deutschland zentral und Hersteller-unabhängig durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Nationale und internationale Beobachtungen werden dabei zusammengefasst, so dass auch sehr seltene Risiken sichtbar werden.

Dies wird so auch bei den Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 gehandhabt, so dass auch sehr seltene Nebenwirkungen im Verlauf der Surveillance erfasst werden. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) haben angekündigt, den Zulassungsprozess aufgrund der Dringlichkeit in einzelnen Punkten zu vereinfachen. Dabei bleibt die Sicherheit der Impfstoffe jedoch oberste Priorität.

Welche Impfreaktionen oder Nebenwirkungen wurden nach einer COVID-19-Impfung beobachtet?

Bei jeder Impfung können Nebenwirkungen und Impfreaktionen auftreten. Dies ist auch bei der COVID-19 Impfung der Fall. Für gewöhnlich treten Impfreaktionen kurz nach der Impfung auf und halten sich dann wenige Tage.

Von der STIKO wurde die Evidenz für den BioNTech/Pfizer- und den Moderna-Impfstoff bewertet. Beide sind es mRNA-Impfstoffe und werden in Sicherheit und Wirksamkeit als gleichwertig beurteilt. Zur Beurteilung verglich man geimpfte- mit Placebogruppen. Am häufigsten trat als lokale Reaktion Schmerzen an der Einstichstelle auf, während als systematische Reaktionen Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen am häufigsten zu finden waren.

Gleichmäßig traten in der Impfstoff- und der Placebogruppe schwere unerwünschte Ereignisse mit hohem Schweregrad und solche, die als lebensbedrohlich klassifiziert wurden. In keiner der beiden Gruppen kam es zu Todesfällen, die Injektion des Impfstoffs oder der Kochsalzlösung zurückzuführen waren.

Welche Langzeitnebenwirkungen sind bei COVID-19-Impfstoffen bisher bekannt?

Dass die meisten Nebenwirkungen von Impfstoffen kurze Zeit nach der Impfung auftreten zeigt die Jahrelange Erfahrung mit vielen Impfstoffen. Durch die aktive Kontrolle des PEI werden aber immer mehr Erkenntnisse zur Langzeitsicherheit, insbesondere sehr seltenen Nebenwirkungen, in den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen gewonnen.

Die Zulassungsstudien zu den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca erfassen umfangreiche Daten von mehreren Tausend ProbandInnen. Ein gutes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten nach der zweiten Impfung ergab die Bewertung. Die ProbandInnen werden aber noch über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren weiter beobachtet. So kann auch die Dauer der Wirksamkeit der Impfung beurteilen werden. In weitergehenden klinischen Studien werden die Langzeitdaten zur Impfstoffsicherheit erhoben („Surveillance“).

 

Müssen die empfohlenen Zeiträume zwischen den Impfungen eingehalten werden?

Die empfohlenen Zeiträume zwischen Erst- und Zweitimpfung sollten eingehalten werden, um die Effektivität der Impfstoffe zu gewährleisten. Für den Impfstoff von BioNTech sind das 3-6 Wochen, für Moderna 4-6 Wochen und für AstraZeneca 9-12 Wochen.

 

Was gibt es über mRNA-Impfstoffe zu wissen?

In mRNA-Impfstoffen sind Genabschnitte des SARS-CoV-2-Virus enthalten. Diese sind in Form sogenannter Boten- oder auch messenger-RNA (daher der Name). Nach der Verabreichung der Impfung werden in Körperzellen Proteine hergestellt, so dass diese dann das Immunsystem anregen können, Antikörper gegen SARS-CoV-2 zu bilden. So wird eine Immunreaktion erzeugt. Proteine, die eine Immunreaktion anregen werden als Antigene bezeichnet.

Die mRNA wird mit Lipidstoffen umhüllt und es entstehen mRNA-Lipidnanopartikel, die die Aufnahme durch wenige Körperzellen ermöglichen. So wird die Aufnahme der mRNA in einige wenige Muskel- und Immunzellen ermöglicht. Lipidnanopartikeln sind nicht zellschädigend (zytotoxisch) und für den menschlichen Körper geht keine Gefahr von ihnen aus. Dies konnte in Studien gezeigt werden.

Auf der mRNA sind in kodierter Weise Erbinformationen, die in den Zellen ausgelesen werden können und dann in Protein übersetzt werden können. Dies passiert so auch in Körperzellen mit zelleigener mRNA.

Das Immunsystem wird also von dem gebildeten Virusprotein als Antigen angeregt Antikörper gegen SARS-CoV-2 herzustellen. Die mRNA wird dann, schon nach kurzer Zeit von den Zellen abgebaut. Dabei hat sie keinen Einfluss auf die menschliche DNA und wird auch nicht in DNA umgewandelt. Sobald die mRNA abgebaut ist wird auch das Antigen nicht weiter produziert.

Impfstoffe, die auf mRNA basieren können innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeit von wenigen Wochen hergestellt werden. Die momentan eingesetzten COVID-19 Impfstoffe müssen derzeit bei Temperaturen von -20 bis -80 Grad Celsius transportiert und gelagert werden.

 

Sind die Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer unterschiedlich in der Qualität?

Die Sicherheit und Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer wird von der STIKO als gleichwertig betrachtet. Das Anwendungsalter der beiden wird jedoch unterschiedlich eingestuft. Der BioNTech/Pfizer-Impfstoff ist ab dem Alter von 16 Jahren zugelassen, der Impfstoff von Moderna ab dem Alter von 18 Jahren. Die zweite Impfung einer Impfserie sollte mit dem gleichen Impfstoffprodukt vervollständigt werden, mit dem bei der ersten Impfung begonnen wurde. Die Verfügbarkeit vor Ort bestimmt die angebotene Impfung.

 

Wie wirksam sind mRNA-Impfstoffe?

Wie andere Impfstoffe können auch die COVID-19-mRNA-Impfstoffe keinen 100%igen Schutz bieten, doch liegt der Schutz der beiden Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna bei bis zu 95%. Damit der Impfstoff ausreichend wirken kann muss dieser zweimal verabreicht werden. 7 bzw. 14 Tage nach der zweiten Impfung ist die Wahrscheinlichkeit an COVID-19 zu erkranken um 95% bzw. 94% geringer als bei nicht geimpften Personen.

Der Impfschutz setzt also nicht direkt nach der Impfung ein, sondern braucht die 7 bzw. 14 Tage. Auch ist noch nicht bekannt, wie lange der Impfschutz hält und ob die Impfung auch davor schützt den Erreger SARS-CoV-2 zu übertragen. Schützen Sie also weiterhin sich und ihre Umgebung.

Können mRNA-Impfstoffe auch bei Allergien gegeben werden?

Wie bei allen Impfstoffen können auch nach Anwendung der mRNA-Impfstoffe allergische Reaktionen auftreten. Dabei kann es zu kurzzeitigen lokalen Überempfindlichkeitsreaktionen oder aber auch zu schwerwiegenden potenziell lebensbedrohlichen Sofortreaktionen (Anaphylaxie) kommen. Dass es zu so einer anaphylaktischen Reaktion kommt wird vom PEI mit einer Häufigkeit von 0,4 bis 11,8 pro 1 Millionen Impfstoffdosen bei den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen bewertet.

In den Zulassungsstudien für die mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 konnten keine anaphylaktischen Reaktionen beobachtet werden. Über vereinzelte anaphylaktische Reaktionen bei Geimpften, welche kurz nach der Impfung auftraten, wurde aber seit ihrer Einführung berichtet. Diese Reaktionen mussten ärztlich behandelt werden.

Das PEI schätzt das Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen für Personen mit bekannten Erkrankungen aus dem atopisch-allergischen Formenkreis nicht als erhöht ein. Es wird weiterhin daran geforscht, welche Komponente des Impfstoffs für die anaphylaktischen Reaktionen verantwortlich gewesen sein könnten.

Bei Impfungen mit mRNA-Impfstoffen sollte vorab geklärt sein, ob eine allergische Disposition vorliegt und bei der Verabreichung der 2. Impfstoffdosis sollte festgestellt werden, ob bei der Verabreichung der 1. Dosis eine anaphylaktische Reaktion aufgetreten ist.

Was ist ein Vektor-basierter Impfstoff (z. B. Impfstoff von AstraZeneca)?

In den COVID-19-Vektorimpfstoffkandidaten sind gut untersuchte und ungefährliche Trägerviren enthalten, die in ihrem Genom ein Gen eingebaut bekommen haben, in dem der Bauplan für das SARS-CoV-2-Oberflächenprotein, das Spikeprotein, enthalten ist.

Der Impfstoff von AstraZeneca basiert auf einem Adenovirus. Dieses Virus kann zwar bei Schimpansen Atemwegsinfekte auslösen, ist aber bei Menschen völlig harmlos. Eine Infektion kann nicht ausgelöst werden, da sich das Impfvirus nicht im menschlichen Körper vermehren kann. Die Körperzellen sind nach der Impfung fähig das Impfantigen nach dem Bauplan selbst herzustellen. Dieses Antigen ist dann das Gen für das Spikeprotein, welches wiederum das Immunsystem zur Produktion von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 anregt. Das Immunsystem kontrolliert die Impfvektoren und eliminiert diese nach kurzer Zeit.

Eine genetische Veränderung menschlicher Zellen bei natürlicher Infektion mit Adenoviren wurde bisher nicht beobachtet. Die andenoviralen Vektoren integrieren ihr Erbgut generell nicht ins Zellgenom. Nach aktuellem wissenschaftlichen Stand besteht keinerlei Gefahr der Integration der Adenovirus-Vektor-DNA in das menschliche Genom.
Vektorimpfstoffe (der Ebola-Impfstoff ist zum Beispiel auch ein solcher) können recht schnelle hergestellt werden und müssen bei Temperaturen von 2 bis 8 Grad Celsius transportiert und gelagert werden.

Warum empfiehlt die Impfkommission bei AstraZeneca einen Abstand von 12 Wochen zwischen den beiden Impfstoffdosen?

Der COVID-19 Impfstoff der Firma AstraZeneca wurde am 19.1.2021 von der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) zugelassen. Dieser ist ein Vektor-basierter Impfstoff und für einen optimalen Impfschutz ist die Verabreichung von zwei Impfstoffdosen notwendig. Ein Abstand von 4 bis 12 Wochen zwischen der 1. und 2. Impfstoffdosis wurde so in der Zulassung festgelegt.


Die STIKO ist dafür zuständig, Empfehlungen für den besten Einsatz zugelassener Impfstoff zu entwickeln und auszusprechen. Für den optimalen Einsatz des COVID-19-AstraZeneca-Impfstoffs wurden von der STIKO die Daten aus den Zulassungsstudien gründlich geprüft.

Warum wurde der Impfstoff von AstraZeneca anfangs nur für Personen 18 bis 64 Jahre empfohlen?

Die COVID-19 Vaccine AstraZeneca ist für die Altersgruppe ≥18 Jahre zugelassen. Nach oben ist also bisher keine Altersbeschränkung vorgesehen. Die Datenlage der Zulassungsstudien ist aber besonders in der Altersgruppe ≥65 so gering, dass wissenschaftlich fundierte Aussagen über die Wirksamkeit nicht zu treffen sind. Aufgrund dessen spricht die STIKO eine Empfehlung des Impfstoffs nur im Alter von 18 bis 64 aus. Mittlerweile konnte der Impfstoff auch seine Wirksamkeit für Menschen über 65 Jahre beweisen und wird daher jetzt auch für das Alter über 65 Jahre empfohlen.

 

Wie ist der Impfstoff von AstraZeneca in die Kategorien Tot- oder Lebendimpfstoff einzuordnen?

Der Vektor-basierte COVID-19-Impfstoff (AstraZeneca) enthält einen Virus aus der Familie der Adenoviren (Erkältungsviren) von Schimpansen, das grundsätzlich bei Menschen nicht vermehrungsfähig und somit harmlos ist. Dieser Virus wurde modifiziert und enthält nun das Gen mit dem Bauplan für die Herstellung eines optimierten Oberflächenproteins des Coronavirus (SARS-CoV-2-Spikeproteins). Dieser Impfstoff kann mit einem Totimpfstoff gleichgesetzt werden, da er keine vermehrungsfähigen Viren enthält. Man kann also davon ausgehen, dass die Anwendung des Impfstoffs auch bei Immundefizienz sicher ist.

 

Gibt es Bedenken zur Sicherheit bei den Vektor-basierten Impfstoffen, z. B. von AstraZeneca?

Das injizierte Impfvirus gelangt nach der Impfung mit dem SARS-CoV-2 in einige wenige menschliche Körperzellen. So kann die Zelle das Gen verwenden, um das Spikeprotein herzustellen. Dieses wird dann vom Immunsystem als fremd erkannt, so dass als Reaktion des Immunsystems Antikörper und T-Zellen gebildet werden können. Diese Antikörper und T-Zellen können im Idealfall vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 schützen.

Eine genetische Veränderung menschlicher Zellen konnte bei natürlicher Infektion mit Adenoviren bisher nicht beobachtet werden. Adenovirale Vektoren gelten als solche, die ihr Erbgut nicht in das Zellgenom integrieren können.

 

Wie groß ist die Wirksamkeit des Vektor-basierten Impfstoffs der Firma AstraZeneca?

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist bei dem Vektor-basierten Impfstoff von AstraZeneca, der für Personen im Alter von 18-64 Jahren empfohlen wird, eine Wirksamkeit von 70% gegen eine COVID-19-Erkrankung zu beobachten. Der Impfstoff von AstraZeneca soll 2-mal im Abstand von 9-12 Wochen verabreicht werden, damit es zu einem ausreichenden Schutz kommen kann. 15 Tage nach der zweiten Dosis erreicht sie ihren vollständigen Impfschutz.

An COVID-19 zu erkranken, war bei den gegen COVID-19 geimpften Personen um 70% weniger wahrscheinlich als bei den nicht geimpften Personen. Wenn eine mit dem Vektor-basierten COVID-19-Impfstoff geimpfte Person mit dem Erreger in Kontakt kommt, wird sie also mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.

Noch nicht bekannt ist, wie lange der Impfschutz hält und ob die Impfung auch davor schützt den Erreger SARS-CoV-2 zu übertragen. Schützen Sie also weiterhin sich und ihre Umgebung.

Die Daten zur Beurteilung der Impfeffektivität ab dem Alter von 65 Jahren sind momentan nicht in ausreichender Menge vorhanden. Dies liegt daran, dass in den Zulassungsstudien nur wenige TeilnehmerInnen im Alter ab 65 Jahren eingeschlossen waren.

Welche Impfreaktionen oder Nebenwirkungen sind bisher bei AstraZeneca (Vektor-basierter COVID-19-Impfung) beobachtet worden?

Bei jeder Impfung können Nebenwirkungen und Impfreaktionen auftreten. Dies ist auch bei der Vektor-basierten COVID-19 Impfung von AstraZeneca der Fall. Für gewöhnlich treten Impfreaktionen kurz nach der Impfung auf und halten sich dann wenige Tage. Die Evidenz für die COVID-19 Vaccine AstraZeneca wurde von der STIKO bewertet.

Im Vergleich zu mRNA-Impfstoffen traten nach Gabe der COVID-19 Vaccine AstraZeneca akute Nebenwirkungen (Impfreaktionen) etwas seltener auf. Die häufigsten lokalen Reaktionen waren dabei Schmerzen an der Einstichstelle und Spannungsgefühl. Die häufigsten systematischen Reaktionen waren Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Krankheitsgefühl. Informationen des Herstellers zu folge treten lokale wie auch systematische Reaktionen nach der 2. Dosis weniger häufig auf als nach der 1.

In der Impfstoff-, wie in der Placebogruppe hielt man schwere Nebenwirkungen und lebensbedrohliche etwa in der gleichen Anzahl fest.

Wirkt die COVID-19-Impfung auch gegen die neuen Virus-Varianten?

Man kann aktuell davon auszugehen, dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen die neuen Mutationen des SARS-CoV-2 wie die aktuell vorherrschende britische Variante B.1.1.7 wirken. Durch die COVID-19-Impfstoffe entstehen Antikörper, die neutralisieren und eine T-Zell-Immunität, die gegen verschiedene Bereiche des Spike-Proteins des SARS-CoV-2-Virus wirken. Die Wirksamkeit wird in der Regel nicht sehr stark von einzelnen Mutationen beeinflusst. Alle verfügbaren COVID-19-Impfstoffe kodieren für das Spike-Protein kodieren, so dass man durchaus davon ausgeht, dass die Mutationen des SARS-CoV-2 in ihrer Auswirkung auf die Wirksamkeit der Impfstoffe ebenfalls nicht stark beeinflusst. Die Impfstoffe könnten aber auch in kurzer Zeit so abgewandelt werden, dass mögliche Mutationen, die die Wirksamkeit beeinflussen würden, miteingeschlossen werden durch den Impfstoff.

Wie sind Todesfälle nach COVID-19-Impfungen zu bewerten?

Je älter Menschen sind, desto größer ist das Risiko an einem schweren oder gar tödlichen Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion zu erkranken. So ist es wichtig älteren Menschen einen möglichst guten Schutz vor dieser Krankheit zu bieten. Bei Menschen mit einem erhöhten Alter oder schweren Vorerkrankungen kommt es unweigerlich zu Todesfällen, wenn sie geimpft werden, ohne dass diese in direkter Verbindung mit der Impfung stehen.

Die bisherige Anzahl an Todesfällen, die auf eine ungeklärte Ursache zurückgeht, ist nicht höher als erwartet. Der Gesundheitszustand der zu impfenden Person muss in jedem Fall vor der COVID-19-Impfung geprüft werden. 

Werden Kinder gegen COVID-19 geimpft?

Bisher wurden noch keine Impfstoffe gegen COVID-19 für Kinder in Deutschland zugelassen, Studien sind aber geplant oder in kleinem Rahmen auch schon begonnen worden. Ein potentieller Impfstoff würde von der STIKO überprüft werden, so dass eine Einschätzung abgegeben werden kann, ob ein Impfstoff für Kinder zu empfehlen sei oder nicht.

Dass Impfstoffe vorrangig für Erwachsene entwickelt werden, liegt vor allem an ethischen Gründen, die Kinder nicht für frühe Tests vorsehen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sollen so zuerst bei Erwachsenen erkannt werden. Des Weiteren erkranken ältere Menschen am schwersten an COVID-19, so dass man diese zuerst schützen möchte und Kinder im Grundschul- und Kitaalter erkranken weniger häufig und stark als Erwachsene an COVID-19.

Ist es gefährlich, wenn sich Frauen mit Kinderwunsch impfen lassen?

Frauen mit Kinderwunsch können sich gegen COVID-19 impfen lassen. Auch an Frauen mit Kinderwunsch wurden die verfügbaren COVID-19 Impfstoffe getestet. Dabei wurden die Impfstoffe, genauso wie bei sonstigen Erwachsen auch, für sicher und wirksam befunden. Die Impfung beeinträchtigt nicht die Fruchtbarkeit.

Sollte ich mich in der Schwangerschaft impfen lassen?

Eine Impfung während der Schwangerschaft wird momentan nicht von der STIKO empfohlen, da momentan keine Daten zu der Anwendung der Impfstoffe während der Schwangerschaft und der Stillzeit vorliegen. Eine akzidentelle Impfung in der Schwangerschaft ist keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch.

In Einzelfällen kann Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung angeboten werden.

Dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt, wird von der STIKO für unwahrscheinlich gehalten.

 

Kann ich wählen, ob ich AstraZeneca oder einen anderen Impfstoff bekomme?

Nein, eine Impfstoffauswahl besteht nicht. Aufgrund der Knappheit der Impfstoffe kann man nicht einen bestimmten Impfstoff wählen.

 

Wer zahlt die Impfung?

Unabhängig vom Versicherungsstatus ist die Impfung für die Bevölkerung kostenlos. Der Impfstoff wird dabei vom Bund gezahlt und die Kosten der Impfzentren (Aufbau, Organisation) tragen die Länder und die gesetzliche Krankenversicherung, sowie die Private Krankenversicherung. Die Impfungen, die in den Arztpraxen durchgeführt werden, werden durch die gesetzliche, wie private Krankenversicherung geleistet.

 

Gibt es eine Impfpflicht?

Nein. Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig.

 

Seit wann wird in Deutschland gegen COVID-19 geimpft?

In Deutschland wird seit dem 26.12.2020 gegen COVID-19 geimpft. Dabei werden bislang drei Impfstoffe verwendet. Weitere Impfstoffe werden durch die Europäische Arzneimittelbehörde geprüft. Die unterschiedlichen Impfstoffe beruhen auf unterschiedlichen Wirkprinzipien, wie zum Beispiel DNA, mRNA, Protein Subunit oder Vektor-Impfstoffe.

 

Wo finde ich welche Informationen zum Thema COVID-19 und Impfen?

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

RKI-Impf-Seiten
www.rki.de/impfen

COVID-19 und Impfen
www.rki.de/covid-19-impfen

COVID-19 und FAQs zum Impfen
www.rki.de/covid-19-faq-impfen

Informationen zu Fragen der Sicherheit und Zulassung von COVID-19-Impfstoffen (Zuständigkeit: Paul-Ehrlich-Institut)
https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-inhalt.html

STIKO-Internetauftritt
www.rki.de/stiko

Informationsplattform der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen zu den COVID-19-Impfseiten der Bundesländer
https://www.nali-impfen.de/

Gemeinsame Informationsseiten von BMG, RKI und BZgA
https://www.zusammengegencorona.de/

Daten zu COVID-19-Impfquoten (Digitales Impfquotenmonitoring - DIM)
www.rki.de/covid-19-impfquoten

Aktueller Impfstatus in Deutschland
https://impfdashboard.de/

 

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