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Anmeldung zur COVID-19 und Grippeschutzimpfung

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Impfung gegen COVID-19

Terminbuchung Grippeschutzimpfung und neue COVID-19 Booster-Impfung

Buchen Sie online Ihren Impftermin!

Die neuen Grippeimpfstoffe für die Saison 2022/2023 und der an die BA.4/5-Variante angepasste COVID-19 Booster-Impfstoff von BioNTech/Pfizer sind verfügbar!

Über unser Online-Buchungssystem können Sie sich schnell und einfach einen Termin für Ihre Grippeschutzimpfung und / oder die neue COVID-19 Booster-Impfung sichern.

Wählen Sie hierzu einfach Ihren gewünschten Termin und geben Sie bitte unbedingt im Bemerkungsfeld ein, ob Sie eine Grippeschutzimpfung, eine COVID-19 Booster-Impfung oder beides in Kombination wünschen.

Bitte beachten Sie, dass der neue COVID-19 Booster-Impfstoff ausschließlich zur Impfauffrischung (Booster) zugelassen ist, eine Grundimmunisierung kann hiermit nicht erfolgen.

Bitte denken Sie an Ihren Impfausweis und Ihre Versichertenkarte!

Wir freuen uns auf Sie!
Ihr Team der Allgemeinarztpraxis Dr. med. Tobias Samusch

Warum sollte sich jeder gegen COVID-19 impfen lassen?

Wenn sie sich gegen COVID-19 impfen lassen schützen sie sich selbst, tragen aber auch zur Eindämmung der Pandemie bei.

Die Erkrankung COVID-19 kann durch die Infektion mit SARS-CoV-2 auftreten. Der Krankheitsverlauf unterscheidet sich stark. Die Schwere kann dabei variieren zwischen leichten Infektionen bis hin zu Multiorganversagen und gar zum Tod. Einige COVID-19-PatientInnen beklagen auch noch nach Wochen oder Monate nach Krankheitsbeginn über schweren Allgemeinsymptomen. Aus England stammende Daten legen die Vermutung nahe, dass längerfristige Unterstützung von etwa 40% der im Krankenhaus Behandelten COVID-19-PatientInnen benötigt wird und bei etwa 10% nicht im Krankenhaus behandelten, die eher milden Symptome länger als 4 Wochen andauern können.

Auch durch Menschen, die keine Symptome zeigen, kann das Virus übertragen werden, so dass sich SARS-CoV-2 schnell ausbreiten konnte. 85 Millionen Covid-19 Fälle und 1,8 Millionen Todesfälle wurden bis Anfang Januar weltweit berichtet. In Deutschland sind allein über 2,5 Millionen Menschen an COVID-19 erkrankt und über 72 Tausend an der Krankheit gestorben. Je mehr geimpft wird, desto mehr kann das Infektionsrisiko minimiert werden und damit auch die Erkrankungs- und Todesfälle gesenkt werden.

Die bisher zugelassenen und eingesetzten Impfstoffe, BioNTech, Moderna und AstraZeneca, sind in ihrer klinischen Erprobung als äußerst wirksam eingestuft worden. Die Studiendaten zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, bei den COVID-19-geimpften TeilnehmerInnen um 95% (BioNTech, Moderna) bzw. 70% (AstraZeneca) geringer war als bei den Placebo-/Kontrollimpfstoff-geimpften TeilnehmerInnen. Eine gegen COVID-19 geimpfte Person wird also mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit nicht erkranken, wenn sie in Kontakt mit SARS-CoV-2 kommt, als eine nicht geimpfte Person.

Durch die Impfung gegen das Corona-Virus kann die Pandemie entscheidend eingedämmt werden, so dass Kontaktbeschränkungen auf Dauer gelockert werden können. Wenn also eine Immunität von einem Großteil der Bevölkerung ausgebildet wurde, kann auch eine Herdenimmunität entstehen, so dass schwere COVID-19 Erkrankungen verringert werden können.

Wie gut schützt der Impfstoff vor einer COVID-19-Erkrankung?

In der Regel sind Impfungen eine zuverlässige Möglichkeit zur Verhinderung von Infektionskrankheiten. Aber auch Impfungen können nicht zu 100% schützen. Je nach Impfung und individueller Immunantwort ist die Wirksamkeit unterschiedlich. Die Faktoren für unterschiedliche Reaktionen sind beispielsweise das Alter, das Geschlecht oder bestehende Grunderkrankungen. Die größte Wirksamkeit von Impfungen wird außerdem durch die Verabreichung der einzelnen Impfungen entsprechend dem empfohlenen Impfschema erreicht, und die volle Wirksamkeit der Impfung ist erst nach Abschluss der Grundimmunisierung erreicht.

Noch nicht klar ist, über welchen Zeitraum eine geimpfte Person vor einer COVID-19 Erkrankung geschützt ist, also wie lange der Impfschutz besteht. Auch wird noch überprüft, in welchem Maße die Transmission (Erregerübertragung) durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird. Es ist also auch nach einer Impfung noch möglich an COVID-19 zu erkranken, doch ist dies deutlich unwahrscheinlicher und die Impfung bietet einen guten individuellen Schutz vor der Erkrankung.

Wenn die Infektion kurz vor der Impfung stattgefunden hat, also in der Inkubationszeit geimpft wurde, oder wenn der Impfschutz noch nicht ganz ausgebildet wurde, eine Infektion also in den ersten Tagen nach der Impfung stattgefunden hat, kann es trotz der Impfung zu einer Erkrankung kommen. In der Regel tritt die Wirkung der Impfung 10-14 Tage nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis ein.

Trotz der Impfung gegen SARS-CoV-2 kann es natürlich weiterhin zu anderen Atemweginfekten durch andere Erreger kommen. Dies ist dann kein Impfversagen. Auch kann die Impfung selbst als leichte Nebenwirkungen fieberhafte Reaktionen auslösen.

Wo bekomme ich Informationen zu den Impfstoffen?

Informationen zu Comirnaty von Biontech:

Impfaufklärung PFIZER/BIONTECH (RKI, Deutschland)

Faktenblatt PFIZER/BIONTECH (RKI, Deutschland)

 

Übersicht über ALLE IMPFSTOFFE:

Materialien zu COVID-19 und Impfen (RKI, Deutschland)

Übersicht Corona-Impfstoffe (TGAM, Österreich)

 

 

Weitere Fragen und Antworten zur Corona Impfung (COVID-19)

Warum ist eine Auffrischimpfung (Boosterung) wichtig?

Zunächst einmal: Covid-19-Impfstoffe schützen effektiv vor schweren Erkrankungen. Die in Deutschland verwendeten Impfstoffe verhindern Corona-Infektionen in erheblichem Maße und reduzieren die Ansteckungsgefahr für andere. Studien belegen, dass der Impfschutz mit der Zeit nachlassen kann, insbesondere bei Hochbetagten oder bei Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben. Bei älteren Menschen ist es zudem so, dass die Immunantwort nach einer Impfung insgesamt geringer ausfällt. Hier kann eine Auffrischungsimpfung den Impfschutz wieder deutlich erhöhen. Der Körper bildet mehr Antikörper und kann sich so noch besser vor dem Virus schützen. Die Auffrischungsimpfung wirkt wie ein Booster für das Immunsystem – deshalb wird sie auch als Booster-Impfung bezeichnet.

 

Wer darf und wer sollte sich eine Auffrischimpfung geben lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (frühestens 6 Monate nach erfolgter Grundimmunisierung) für

  • Alle Menschen ab 70 Jahre,
  • Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen – auch, wenn sie jünger als 70 Jahre sind,
  • Pflegepersonal und andere Berufstätige, die direkte Kontakte mit mehreren zu pflegenden Personen haben – in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen oder für andere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Covid‑19‑Krankheitsverläufe,
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt

Außerdem empfiehlt die STIKO:

  • Menschen mit Immundefizienz soll etwa sechs Monate nach der Grundimmunisierung eine zusätzliche Impfstoffdosis eines mRNA-Impfstoffs angeboten werden, bei schwer immundefizienten Personen auch schon bereits vier Wochen nach der 2. Impfstoffdosis als Optimierung der primären Impfserie,
  • Menschen, die eine Grundimmunisierung mit einer Dosis des Johnson&Johnson-Impfstoffs „Covid-19 Vaccine Janssen“ erhalten haben, wird unabhängig vom Alter eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen (ab vier Wochen nach der Impfung mit dem Johnson&Johnson-Impfstoff). Damit soll der Impfschutz optimiert werden.

Eine Übersicht über die STIKO-Empfehlungen zur Corona-Impfung finden Sie beim  Robert Koch-Institut (RKI).

Über die STIKO-Empfehlung hinaus haben die Gesundheitsministerinnen und -minister der Bundesländer im Einvernehmen mit dem Bundesgesundheitsminister beschlossen, dass auch folgenden Personengruppen auf Wunsch und nach Absprache mit dem Arzt eine Auffrischungsimpfung angeboten werden sollen:

  • Allen Menschen über 60 Jahre,
  • Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen, wie zum Beispiel Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen,
  • allen in diesen Einrichtungen tätigen Pflegekräften und weiteren Beschäftigten,
  • Menschen, die beruflich in regelmäßigem Kontakt mit infektiösen Menschen stehen, wie zum Beispiel medizinisches Personal, auch ambulant, Personal des Rettungsdienstes, mobile Impfteams,
  • pflegebedürftige Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit,
  • Personen, die eine vollständige Impfserie mit dem AstraZeneca-Impfstoff erhalten haben. 

Einen Überblick über die Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz finden Sie bei der  Gesundheitsministerkonferenz.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Die Impfung ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Durch die Booster-Impfung entsteht ein potentiell zusätzlicher Nutzen für die Eindämmung der Pandemie.

Warum sollten COVID-19-geimpfte Personen die Infektionsschutzmaßnahmen weiterhin beachten?

Trotz dessen, dass die Impfstoffe gegen COVID-19 einen guten individuellen Schutz vor einer Erkrankung bieten, sollten auch geimpfte Menschen weiterhin Maske tragen und sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. Auch die Quarantänepflicht bei Kontakt mit Erkrankten oder Reiserückkehrern aus einem Risikogebiet sollte beachtet werden. Auch wenn das Risiko selbst zu erkranken deutlich verringert ist, könnte es dennoch möglich sein das Coronavirus weiterhin zu übertragen.

Da noch nicht abschließend geklärt ist, in welchem Maße auch Geimpfte nach Kontakt mit dem Erreger diesen vorübergehend noch in sich tragen und andere Personen anstecken können, könnte eine geimpfte Person das Virus also vorübergehend in sich tragen, ohne selbst daran zu erkranken. Außerdem geht man davon aus, dass die Impfung einen Effekt auf den Gemeinschaftsschutz hat. Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger zirkuliert das Virus in der Bevölkerung (Herdenimmunität). Personen, die sich selbst nicht impfen lassen können, könnten so auch mitgeschützt werden. Die Maßnahmen sollten also weiter eingehalten werden, um die Pandemie zurückzudrängen und alle Menschen bestmöglich vor Ansteckung zu schützen.

 

Ist ein neuer COVID-19-Impfstoff sicher?

Damit ein Impfstoff auf den Markt gebracht werden kann, muss er verschiedene Überprüfungen überstehen (präklinische und klinische Phase, Zulassungsprüfung, Auflagen der Zulassungsbehörden und Marktzulassung, Nachzulassungsbeobachtung). Aber auch wenn der Impfstoff diesen Überprüfungen standhält und eine Marktzulassung erhält, wird er noch weiter einer ständigen Kontrolle (Surveillance) unterzogen, die die Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen erfasst. Diese Kontrolle erfolgt in Deutschland zentral und Hersteller-unabhängig durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Nationale und internationale Beobachtungen werden dabei zusammengefasst, so dass auch sehr seltene Risiken sichtbar werden.

Dies wird so auch bei den Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 gehandhabt, so dass auch sehr seltene Nebenwirkungen im Verlauf der Surveillance erfasst werden. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) haben angekündigt, den Zulassungsprozess aufgrund der Dringlichkeit in einzelnen Punkten zu vereinfachen. Dabei bleibt die Sicherheit der Impfstoffe jedoch oberste Priorität.

Welche Impfreaktionen oder Nebenwirkungen wurden nach einer COVID-19-Impfung beobachtet?

Bei jeder Impfung können Nebenwirkungen und Impfreaktionen auftreten. Dies ist auch bei der COVID-19 Impfung der Fall. Für gewöhnlich treten Impfreaktionen kurz nach der Impfung auf und halten sich dann wenige Tage.

Von der STIKO wurde die Evidenz für den BioNTech/Pfizer- und den Moderna-Impfstoff bewertet. Beide sind es mRNA-Impfstoffe und werden in Sicherheit und Wirksamkeit als gleichwertig beurteilt. Zur Beurteilung verglich man geimpfte- mit Placebogruppen. Am häufigsten trat als lokale Reaktion Schmerzen an der Einstichstelle auf, während als systematische Reaktionen Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen am häufigsten zu finden waren. In seltenen Fällen kam es bei der Impfung mit mRNA-basierten Vaccinen zu Herzmuskelentzündungen, welche jedoch nicht schwerwiegend verliefen. Diese Nebenwirkung betraf vorwiegend junge Männer unter 40.

Gleichmäßig traten in der Impfstoff- und der Placebogruppe schwere unerwünschte Ereignisse mit hohem Schweregrad und solche, die als lebensbedrohlich klassifiziert wurden. In keiner der beiden Gruppen kam es zu Todesfällen, die Injektion des Impfstoffs oder der Kochsalzlösung zurückzuführen waren.

Sofern Fragen zu Allergischen Reaktionen usw. bestehen, können wir diese gern in einem Beratungsgespräch klären.

Welche Langzeitnebenwirkungen sind bei COVID-19-Impfstoffen bisher bekannt?

Dass die meisten Nebenwirkungen von Impfstoffen kurze Zeit nach der Impfung auftreten zeigt die Jahrelange Erfahrung mit vielen Impfstoffen. Durch die aktive Kontrolle des PEI werden aber immer mehr Erkenntnisse zur Langzeitsicherheit, insbesondere sehr seltenen Nebenwirkungen, in den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen gewonnen.

Die Zulassungsstudien zu den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca erfassen umfangreiche Daten von mehreren Tausend ProbandInnen. Ein gutes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten nach der zweiten Impfung ergab die Bewertung. Die ProbandInnen werden aber noch über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren weiter beobachtet. So kann auch die Dauer der Wirksamkeit der Impfung beurteilen werden. In weitergehenden klinischen Studien werden die Langzeitdaten zur Impfstoffsicherheit erhoben („Surveillance“).

 

Müssen die empfohlenen Zeiträume zwischen den Impfungen eingehalten werden?

Die empfohlenen Zeiträume zwischen Erst- und Zweitimpfung sollten eingehalten werden, um die Effektivität der Impfstoffe zu gewährleisten. Für den Impfstoff von BioNTech sind das 3-6 Wochen, für Moderna 4-6 Wochen und für AstraZeneca 9-12 Wochen.

 

Was gibt es über mRNA-Impfstoffe zu wissen?

In mRNA-Impfstoffen sind Genabschnitte des SARS-CoV-2-Virus enthalten. Diese sind in Form sogenannter Boten- oder auch messenger-RNA (daher der Name). Nach der Verabreichung der Impfung werden in Körperzellen Proteine hergestellt, so dass diese dann das Immunsystem anregen können, Antikörper gegen SARS-CoV-2 zu bilden. So wird eine Immunreaktion erzeugt. Proteine, die eine Immunreaktion anregen werden als Antigene bezeichnet.

Die mRNA wird mit Lipidstoffen umhüllt und es entstehen mRNA-Lipidnanopartikel, die die Aufnahme durch wenige Körperzellen ermöglichen. So wird die Aufnahme der mRNA in einige wenige Muskel- und Immunzellen ermöglicht. Lipidnanopartikeln sind nicht zellschädigend (zytotoxisch) und für den menschlichen Körper geht keine Gefahr von ihnen aus. Dies konnte in Studien gezeigt werden.

Auf der mRNA sind in kodierter Weise Erbinformationen, die in den Zellen ausgelesen werden können und dann in Protein übersetzt werden können. Dies passiert so auch in Körperzellen mit zelleigener mRNA.

Das Immunsystem wird also von dem gebildeten Virusprotein als Antigen angeregt Antikörper gegen SARS-CoV-2 herzustellen. Die mRNA wird dann, schon nach kurzer Zeit von den Zellen abgebaut. Dabei hat sie keinen Einfluss auf die menschliche DNA und wird auch nicht in DNA umgewandelt. Sobald die mRNA abgebaut ist wird auch das Antigen nicht weiter produziert.

Impfstoffe, die auf mRNA basieren können innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeit von wenigen Wochen hergestellt werden. Die momentan eingesetzten COVID-19 Impfstoffe müssen derzeit bei Temperaturen von -20 bis -80 Grad Celsius transportiert und gelagert werden.

 

Sind die Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer unterschiedlich in der Qualität?

Die Sicherheit und Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer wird von der STIKO als gleichwertig betrachtet. Das Anwendungsalter der beiden wird jedoch unterschiedlich eingestuft. Der BioNTech/Pfizer-Impfstoff ist ab dem Alter von 16 Jahren zugelassen, der Impfstoff von Moderna ab dem Alter von 18 Jahren. Die zweite Impfung einer Impfserie sollte mit dem gleichen Impfstoffprodukt vervollständigt werden, mit dem bei der ersten Impfung begonnen wurde. Die Verfügbarkeit vor Ort bestimmt die angebotene Impfung.

 

Wie wirksam sind mRNA-Impfstoffe?

Wie andere Impfstoffe können auch die COVID-19-mRNA-Impfstoffe keinen 100%igen Schutz bieten, doch liegt der Schutz der beiden Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna bei bis zu 95%. Damit der Impfstoff ausreichend wirken kann muss dieser zweimal verabreicht werden. 7 bzw. 14 Tage nach der zweiten Impfung ist die Wahrscheinlichkeit an COVID-19 zu erkranken um 95% bzw. 94% geringer als bei nicht geimpften Personen.

Der Impfschutz setzt also nicht direkt nach der Impfung ein, sondern braucht die 7 bzw. 14 Tage. Auch ist noch nicht bekannt, wie lange der Impfschutz hält und ob die Impfung auch davor schützt den Erreger SARS-CoV-2 zu übertragen. Schützen Sie also weiterhin sich und ihre Umgebung.

Können mRNA-Impfstoffe auch bei Allergien gegeben werden?

Wie bei allen Impfstoffen können auch nach Anwendung der mRNA-Impfstoffe allergische Reaktionen auftreten. Dabei kann es zu kurzzeitigen lokalen Überempfindlichkeitsreaktionen oder aber auch zu schwerwiegenden potenziell lebensbedrohlichen Sofortreaktionen (Anaphylaxie) kommen. Dass es zu so einer anaphylaktischen Reaktion kommt wird vom PEI mit einer Häufigkeit von 0,4 bis 11,8 pro 1 Millionen Impfstoffdosen bei den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen bewertet.

In den Zulassungsstudien für die mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 konnten keine anaphylaktischen Reaktionen beobachtet werden. Über vereinzelte anaphylaktische Reaktionen bei Geimpften, welche kurz nach der Impfung auftraten, wurde aber seit ihrer Einführung berichtet. Diese Reaktionen mussten ärztlich behandelt werden.

Das PEI schätzt das Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen für Personen mit bekannten Erkrankungen aus dem atopisch-allergischen Formenkreis nicht als erhöht ein. Es wird weiterhin daran geforscht, welche Komponente des Impfstoffs für die anaphylaktischen Reaktionen verantwortlich gewesen sein könnten.

Bei Impfungen mit mRNA-Impfstoffen sollte vorab geklärt sein, ob eine allergische Disposition vorliegt und bei der Verabreichung der 2. Impfstoffdosis sollte festgestellt werden, ob bei der Verabreichung der 1. Dosis eine anaphylaktische Reaktion aufgetreten ist.

In welchem Abstand sollte eine Impfung aufgefrischt werden?

Grundsätzlich wird eine Auffrischungsimpfung frühestens sechs Monatenach der Grundimmunisierung empfohlen – also sechs Monate nach der zweiten Impfung.

Für Menschen mit Immundefizienz gilt: Etwa sechs Monate nach der Grundimmunisierung soll eine zusätzliche Impfstoffdosis eines mRNA-Impfstoffs angeboten werden, bei schwer immundefizienten Personen auch schon bereits vier Wochen nach der 2. Impfstoffdosis als Optimierung der primären Impfserie.

Wirkt die COVID-19-Impfung auch gegen die neuen Virus-Varianten?

Man kann aktuell davon auszugehen, dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen die neuen Mutationen des SARS-CoV-2 wie die aktuell vorherrschende britische Variante B.1.1.7 wirken. Durch die COVID-19-Impfstoffe entstehen Antikörper, die neutralisieren und eine T-Zell-Immunität, die gegen verschiedene Bereiche des Spike-Proteins des SARS-CoV-2-Virus wirken. Die Wirksamkeit wird in der Regel nicht sehr stark von einzelnen Mutationen beeinflusst. Alle verfügbaren COVID-19-Impfstoffe kodieren für das Spike-Protein kodieren, so dass man durchaus davon ausgeht, dass die Mutationen des SARS-CoV-2 in ihrer Auswirkung auf die Wirksamkeit der Impfstoffe ebenfalls nicht stark beeinflusst. Die Impfstoffe könnten aber auch in kurzer Zeit so abgewandelt werden, dass mögliche Mutationen, die die Wirksamkeit beeinflussen würden, miteingeschlossen werden durch den Impfstoff.

Ist es gefährlich, wenn sich Frauen mit Kinderwunsch impfen lassen?

Frauen mit Kinderwunsch können sich gegen COVID-19 impfen lassen. Auch an Frauen mit Kinderwunsch wurden die verfügbaren COVID-19 Impfstoffe getestet. Dabei wurden die Impfstoffe, genauso wie bei sonstigen Erwachsen auch, für sicher und wirksam befunden. Die Impfung beeinträchtigt nicht die Fruchtbarkeit. Gerade in der Spätschwangerschaft haben ungeimpfte Schwangere ein deutlich erhöhtes Risiko an einem schweren Verlauf zu erkranken und zu sterben. Daher befürworten wir ausdrücklich die Impfung gegen COVID in der Schwangerschaft oder bei Kinderwunsch.

Sollte ich mich in der Schwangerschaft impfen lassen?

Eine Impfung während der Schwangerschaft wird von der STIKO empfohlen, auch wenn momentan wenig Daten zu der Anwendung der Impfstoffe während der Schwangerschaft und der Stillzeit vorliegen. Dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt, wird von der STIKO für unwahrscheinlich gehalten. Aufgrund der erhöhten Wahrscheinlichkeit für schwere Verläufe bei schwangeren Frauen, empfehlen wir ausdrücklich die Impfung für Schwangere.

 

Wer zahlt die Impfung?

Unabhängig vom Versicherungsstatus ist die Impfung für die Bevölkerung kostenlos. Der Impfstoff wird dabei vom Bund gezahlt und die Kosten der Impfzentren (Aufbau, Organisation) tragen die Länder und die gesetzliche Krankenversicherung, sowie die Private Krankenversicherung. Die Impfungen, die in den Arztpraxen durchgeführt werden, werden durch die gesetzliche, wie private Krankenversicherung geleistet.

 

Gibt es eine Impfpflicht?

Nein. Die Impfung gegen das Coronavirus ist aktuell noch freiwillig.

 

Seit wann wird in Deutschland gegen COVID-19 geimpft?

In Deutschland wird seit dem 26.12.2020 gegen COVID-19 geimpft. Dabei werden bislang drei Impfstoffe verwendet. Weitere Impfstoffe werden durch die Europäische Arzneimittelbehörde geprüft. Die unterschiedlichen Impfstoffe beruhen auf unterschiedlichen Wirkprinzipien, wie zum Beispiel DNA, mRNA, Protein Subunit oder Vektor-Impfstoffe.

 

Wo finde ich welche Informationen zum Thema COVID-19 und Impfen?

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

RKI-Impf-Seiten
www.rki.de/impfen

COVID-19 und Impfen
www.rki.de/covid-19-impfen

COVID-19 und FAQs zum Impfen
www.rki.de/covid-19-faq-impfen

Informationen zu Fragen der Sicherheit und Zulassung von COVID-19-Impfstoffen (Zuständigkeit: Paul-Ehrlich-Institut)
https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-inhalt.html

STIKO-Internetauftritt
www.rki.de/stiko

Informationsplattform der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen zu den COVID-19-Impfseiten der Bundesländer
https://www.nali-impfen.de/

Gemeinsame Informationsseiten von BMG, RKI und BZgA
https://www.zusammengegencorona.de/

Daten zu COVID-19-Impfquoten (Digitales Impfquotenmonitoring - DIM)
www.rki.de/covid-19-impfquoten

Aktueller Impfstatus in Deutschland
https://impfdashboard.de/

 

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