Schilddrüsen-Untersuchung Dr. Samusch in Soest

Schilddrüsenerkrankungen

Schilddrüsenknoten

Schilddrüsenknoten sind feste oder mit Flüssigkeit gefüllte Knötchen, die sich in der Schilddrüse bilden, einer kleinen Drüse, die sich an der Basis des Halses, direkt über dem Brustbein befindet.

Schilddrüsenknoten sind häufig. Die große Mehrheit der Schilddrüsenknoten ist harmlos und verursacht keine Symptome. Schilddrüsenkrebs macht nur einen sehr kleinen Prozentsatz der Schilddrüsenknoten aus.

Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass Sie einen Schilddrüsenknoten haben, bis Ihr Arzt ihn zufällig bei einer routinemäßigen medizinischen Untersuchung entdeckt. Einige Schilddrüsenknoten können jedoch groß genug werden, um sichtbar zu sein oder das Schlucken und Atmen zu erschweren. In einigen Fällen produzieren die Schilddrüsenknoten zusätzliches Thyroxin; ein Hormon, das von der Schilddrüse ausgeschüttet wird. Das zusätzliche Thyroxin kann Symptome einer Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) verursachen, wie z.B: unerklärliche Gewichtsabnahme, vermehrtes Schwitzen, Zittern, Nervosität, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag

Einige wenige Schilddrüsenknoten sind bösartig (Schilddrüsenkrebs). Die meisten krebsverdächtigen Schilddrüsenknoten wachsen langsam und können klein sein, wenn sie entdeckt werden. Aggressive Schilddrüsenkrebserkrankungen sind sehr selten. Obwohl die meisten Schilddrüsenknoten gutartig sind und keine Probleme verursachen, sollten Sie eine ungewöhnliche Schwellung im Halsbereich untersuchen lassen, insbesondere wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken haben.

Suchen Sie auch einen Arzt auf, wenn Sie Anzeichen und Symptome einer Hyperthyreose entwickeln, wie z.B.: plötzliche Gewichtsabnahme, obwohl Ihr Appetit normal ist oder zugenommen hat. Ein hämmernder Herzschlag oder Herzrasen, Schlafstörungen, Muskelschwäche, Nervosität oder Reizbarkeit.

    Mehrere Erkrankungen können dazu führen, dass sich Knoten in Ihrer Schilddrüse entwickeln: 

    • Jodmangel
      Jodmangel in Ihrer Ernährung kann manchmal dazu führen, dass Ihre Schilddrüse Schilddrüsenknoten entwickelt. Jodmangel ist in jedoch Deutschland mittlerweile ungewöhnlich, da Jod routinemäßig zu Speisesalz und anderen Lebensmitteln hinzugefügt wird.
       
    • Schilddrüsenadenom
      Ein wucherndes Wachstum von normalem Schilddrüsengewebe kann zu Knoten führen. Die genaue Ursache ist in diesem Fall nicht ganz erforscht, aber ein solches Wachstum - das manchmal als „Schilddrüsenadenom“ bezeichnet wird - ist gutartig und wird daher nicht als dringend behandlungsbedürftig angesehen, es sei denn, ein Knoten verursacht aufgrund seiner Größe unangenehme Symptome. 
      Einige Schilddrüsenadenome (autonome oder überfunktionierende Schilddrüsenknoten) produzieren Schilddrüsenhormone außerhalb des normalen regulatorischen Einflusses der Hypophyse, was zu einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen (Hyperthyreose) führt.
       
    • Schilddrüsenzysten
      Schilddrüsenzysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume in der Schilddrüse. Sie entstehen am häufigsten durch degenerierende Schilddrüsenadenome. Häufig werden bei Schilddrüsenzysten feste Bestandteile mit Flüssigkeit vermischt. Zysten sind in der Regel gutartig, enthalten aber gelegentlich bösartige feste Bestandteile.
       
    • Thyreoiditis
      Eine chronische Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis) kann ebenfalls zur Entstehung von Knoten führen. Die Hashimoto-Krankheit, eine Schilddrüsenerkrankung, kann eine Schilddrüsenentzündung verursachen, die zu einer knötchenförmigen Vergrößerung führt. Dies ist oft mit einer verminderten Aktivität der Schilddrüse (Hypothyreose) verbunden.
       
    • Kropf 
      Kropf (Struma) ist ein Begriff für jede Vergrößerung der Schilddrüse, die durch Jodmangel oder eine Schilddrüsenstörung verursacht werden kann. Wenn dieser Kropf mehrere verschiedene Knoten enthält, spricht man von einem multinodularem Kropf (Struma multinodosa). Es ist nicht abschließend geklärt, warum einige Menschen einen Kropf mit Knoten entwickeln und andere nicht.
       
    • Schilddrüsenkrebs
      Obwohl die Chancen, dass ein Knoten bösartig ist, gering sind, erhöhen bestimmte Faktoren Ihr Risiko für Schilddrüsenkrebs, wie z.B. eine Familiäre Vorbelastung (der Schilddrüse oder andere hormonproduzierende Krebsarten). Andere Risikofaktoren sind Alter (30-60), männliches Geschlecht oder nach radioaktiver Strahlenbelastung. Ein Knötchen, das groß und hart ist oder Schmerzen oder Unannehmlichkeiten verursacht, ist in Bezug auf Krebsverdacht besorgniserregender als eines, welches keinerlei Beschwerden verursacht.

    Zu den Komplikationen im Zusammenhang mit Schilddrüsenknoten gehören:

     

    • Schluck- oder Atembeschwerden
       
    • Große Knötchen oder ein mehrknöchiger Kropf
       
    • eine Vergrößerung der Schilddrüse mit mehreren verschiedenen Knötchen (können das Schlucken oder Atmen stören)
       
    • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
      Wenn ein Knoten oder Kropf Schilddrüsenhormone produziert, kann dies zu einer Überfunktion der Schilddrüse führen, wodurch massive Probleme entstehen können. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann zu Gewichtsverlust, Muskelschwäche, Herzrasen, Schlafstörungen, Hitzeunverträglichkeit, Angst oder Reizbarkeit führen. Zu den möglichen Komplikationen der Überfunktion gehören ein unregelmäßiger Herzschlag (Vorhofflimmern), schwache Knochen (Osteoporose) und eine „Vergiftung“ durch Schilddrüsenhormone (thyreotoxische Krise. Bei einer thyreotoxischen Krise zeigt sich eine plötzliche und potenziell lebensbedrohliche Intensivierung der Symptome, wodurch eine sofortige medizinische Versorgung in einem Krankenhaus erforderlich wird.

     

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